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uisge beatha

Zur Geschichte des Whiskey

Als Heimat des Whiskey gilt Irland. Wie so Vieles wird auch der Whiskey dem irischen Schutzpatron Saint Patrick zugeschrieben. Er soll, als er im fünften Jahrhundert Irland christianisierte, die Kunst des Destillierens aus den Mittelmeerländern auf die von keltischen Stämmen bewohnte Insel gebracht haben.
Der Begriff Whiskey leitet sich vom gälischen Ausdruck uisge beatha ab, was Lebenswasser bedeutet. Als britische Soldaten im zwölften und dreizehnten Jahrhundert die Insel eroberten, entdeckten sie das köstliche Lebenswasser und nannten es kurzerhand Whisky, weil sie mit der gälischen Bezeichnung nicht zurechtkamen. In Irland selber wird aber die Schreibweise Whiskey angewandt.
In den darauffolgenden Jahrhunderten gelangte der Whiskey nach Schottland, wo die einheimische Bevölkerung nicht nur schnell lernte, das Getränk herzustellen, sondern das Originalrezept auch gleich etwas abwandelte. Daher unterscheiden sich Irish Whiskey und Scotch Whisky im Geschmack.
Im 18. Jahrhundert begannen irische und schottische Einwanderer auf dem Gebiet der heutigen Vereinigten Staaten und Kanadas mit der Destillation von Whiskey. Binnen weniger Generationen löste der Whiskey den Rum als beliebtestes Getränk in diesen Gebieten ab.
Im 19. Jahrhundert erfand der irische Ingenieur Aenas Coffey einen neuen Brennapparat patent still, der, im Gegensatz zu den traditionellen, direkt befeuerten Brennblase pot still, ein kontinuierliches Brennen ermöglicht. Der daraus gewonnene Grain Whiskey hat aber nicht mehr den typischen Geschmack des Malt Whiskey, sondern schmeckt schärfer und erinnert stark an reinen Alkohol. Allerdings ließ er sich wunderbar mit anderen reinen Malt Whiskey mischen. Somit entstand der Blended Whiskey.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Scotch Whisky auch in Japan bekannt. In den zwanziger Jahren wurde die Whiskyproduktion in Japan aufgenommen.

Die Herstellung des Whiskey

Mälzen

Malzboden
Getrocknete Gerstenkörner (aber auch andere Getreidesorten) kommen unter Zusatz von Wasser in große Bottiche, um die Keimung in Gang zu bringen. Nach 48 bis 70 Stunden wird das Wasser abgegossen und die Gerste auf Mälzböden ausgebreitet. Die Keimung dauert acht bis vierzehn Tage lang, während der die Gerste mehrmals täglich gewendet wird. Danach wird die gekeimte Gerste getrocknet.

Maischen

Die Gerste wird von den Sprossen befreit und zu Grist zermahlen. Dieses nicht zu feine Mehl wird mit heißem Wasser vermischt und auf 80 Grad erhitzt. Die aus den Bottichen abgelassene Würze ist eine halb durchsichtige und klebrige, heiße und süßliche Flüssigkeit.

Fermentieren

Die Würze wird abgekühlt und mit Hefe versetzt. Es beginnt ein sehr geräuschvoller Gärprozeß, bei der die brodelnde und schäumende Flüssigkeit ständig umgerührt werden muß. Nach 36 bis 48 Stunden entsteht eine klare Flüssigkeit aus Wasser, Hefe und 5% Alkohol.

Destillieren

Destillierkolben
Beim Destillieren wird die Flüssigkeit zum Sieden gebracht. Der dabei entstehende Dampf kühlt langsam ab und kondensiert zu einer reinen, klaren Flüssigkeit. Traditionell werden dazu kupferne Brennblasen verwendet. Das entstehende Destillat wird dann noch ein zweites, in Irland sogar noch ein drittes Mal destilliert. Dabei entsteht der Malt Whiskey. Im Unterschied dazu gibt es noch einen von Coffey entworfenen Brennapparat in dem kontinuierlich gebrannt werden kann. Dabei entsteht dann der Grain Whiskey, der allerdings nicht den typischen rauchigen Geschmack hat.

Reifen

Holzfässer
Der Whiskey wird in großen Eichenfässern mindestens drei Jahre gelagert. Dabei nimmt der Whiskey Aroma vom Holz auf. Die Art der verwendeten Fässer hat also großen Einfluß auf den Geschmack des Whiskey. Vor dem Abfüllen in Flaschen wird er noch einmal mit klarem Quellwasser verdünnt, um den Alkoholgehalt zu reduzieren.

Blenden

Der Whiskey ist eigentlich fertig und einige Sorten kommen auch als Single Malt Whiskey auf den Markt. Der größte Teil wird aber verschnitten. Dabei werden verschiedene Malt Whiskeys und Grain Whiskey gemischt. Dadurch wird ein gleichbleibender Geschmack bei den Blended (schottisch) bzw. Vatted (Irisch) Whisk(e)y gewährleistet.
 
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